Ich beschütze dich in der WC13

Vom Sonntag, dem 31. August, bis Donnerstag, dem 4. September 2025, fand in Rio de Janeiro, Brasilien, die 13. Ausgabe des World Congress on Alternatives and Animal Use in the Life Sciences (WC13) statt … und „Te Protejo“ war Teil dieser bedeutenden Veranstaltung!

Dieser Kongress, der alle zwei Jahre in verschiedenen Regionen der Welt stattfindet, ist die wichtigste internationale wissenschaftliche Veranstaltung, die sich der Ermittlung und Verbreitung alternativer Methoden zum Einsatz von Tieren in Forschung, Lehre und Produktprüfungen widmet. Er bringt Wissenschaftler, Aufsichtsbehörden, internationale Organisationen und Vertreter des privaten Sektors aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen, um diese Themen in unterschiedlichen regionalen Kontexten sichtbar zu machen und die weltweite Zusammenarbeit zu stärken. Die Durchführung in Brasilien – und zum ersten Mal in der südlichen Hemisphäre – spiegelte das wachsende Engagement Lateinamerikas für eine ethischere und nachhaltigere Wissenschaft wider.

Zuvor, im Jahr 2023, hatte die zwölfte Ausgabe an den Niagarafällen in Kanada stattgefunden. Diese Veranstaltung markierte das 30-jährige Jubiläum einer Reihe weltweit anerkannter Kongresse, deren Ziel es ist, den Verzicht auf Tierversuche in der Wissenschaft zu fördern. Bei diesem Treffen wurden Fortschritte bei neuen Methoden vorgestellt, darunter mikrophysiologische Modelle, innovative computergestützte Werkzeuge und Strategien zur Harmonisierung der Regulierung, die sich in den großen Themenbereichen Regulierung, Ethik, Bildung und prädiktive Toxikologie widerspiegelten. Eine weitere denkwürdige Ausgabe war die WC11, die ursprünglich für 2020 in Maastricht, Niederlande, geplant war, aufgrund der Pandemie jedoch in einen virtuellen Kongress umgewandelt wurde. Diese Ausgabe verdeutlichte die Widerstandsfähigkeit der wissenschaftlichen Gemeinschaft und zeigte, dass die digitale Anpassung ein wirksames Mittel ist, um den globalen Austausch über alternative Methoden auch in Zeiten des Lockdowns aufrechtzuerhalten.

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Ein historisches Treffen in Lateinamerika

Die WC13 in Rio de Janeiro hat sich als historisches Treffen etabliert, bei dem mehr als 800 Fachleute aus aller Welt zusammenkamen, um sich über die neuesten Fortschritte bei alternativen Methoden zum Tierversuch und zur Förderung der 3R (Ersatz, Reduzierung und Verfeinerung) auszutauschen. Das Programm umfasste vier große Schwerpunkte, die den ganzheitlichen Ansatz des Kongresses widerspiegeln, darunter die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt, Bildung sowie die Integration des „One Health“-Konzepts (Eine Gesundheit):

Die Beteiligung von „Te Protejo“

Für „Te Protejo“ war die Teilnahme an der WC13 ein Meilenstein von großer Bedeutung, der die Förderung alternativer Methoden und den Dialog mit wissenschaftlichen Kreisen, Aufsichtsbehörden und der Zivilgesellschaft stärkte.

Wir waren mit einem Informationsstand vertreten, an dem Prozesse wie die Zertifizierung von Marken, die Arbeit von „Te Protejo“ im Nationalen Bioethik-Ausschuss Chiles und der Aufbau des neuen Forschungsbereichs der Organisation näher erläutert wurden. An diesem Stand wurde zudem die Karte der alternativen Labore in Lateinamerika offiziell vorgestellt. Während des Kongresses stellte die Compliance-Leiterin und Mitbegründerin der Organisation, Daniela Medina, zwei herausragende Beiträge vor. Zunächst hielt sie einen Vortrag, in dem sie die weiterhin bestehenden regulatorischen Mängel in den Ländern der Region im Bereich der Tierversuche aufzeigte, insbesondere in Bezug auf die Überwachung, die Transparenz und die Anpassung an die Grundsätze des Tierschutzes und die 3R. Darüber hinaus präsentierte sie ein wissenschaftliches Poster, das den gesamten chilenischen Gesetzgebungsprozess dokumentierte, der mit der Verabschiedung des Gesetzes zum Verbot von Tierversuchen bei Kosmetika gipfelte, und hob dabei die entscheidende Rolle der Zusammenarbeit zwischen Industrie, Gesetzgebern und der Bevölkerung hervor. 

Die Teilnahme von „Te Protejo“ an der WC13 unterstrich, wie wichtig es ist, Wissen zu generieren, regionale Erfahrungen auszutauschen und Kräfte zu bündeln, um Fortschritte auf dem Weg zu einer Zukunft ohne Tierversuche zu erzielen und Lateinamerika in der globalen Debatte über Innovation, Ethik und Wissenschaft zu positionieren.

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